Grußwort anlässlich der 50-Jahrfeier
50 Jahre Reit- und Fahrverein !
Manch einer blickt mit Stolz auf geleistete Arbeit, ein anderer mit Wehmut auf die vergangene Zeit zurück.
Aus den 44 Gründungsmitgliedern des Jahres 1949 sind heute rund 260 Mitglieder geworden.
In den langen Jahren haben wir uns immer zum Ziel gemacht, den Sport mit dem Pferd, besonders bei den Jugendlichen zu fördern und den Nachwuchs zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang liegt uns natürlich auch die Erhaltung und der Ausbau der Reitanlage, die Zentrum des Vereinslebens ist, besonders am Herzen.
Zahlreiche Helfer, und immer ein „harter Kern“, ermöglichen die Ausübung einer Sportart, die sich in vielfältiger Weise ausdrückt, sei es der Turniersport, Freizeitreiten, Ponyspiele, Longieren, Voltigieren oder das Fahren mit der Kutsche.
Gerade in einer Zeit der Technik und des Fortschrittes sollen uns Werte erhalten bleiben, die Mensch und Tier verbinden. Nicht Sportgerät, sondern Partner muß das Pferd trotz aller abverlangten Leistung bleiben.
Ich hoffe, in diesem Sinne auch in den nächsten Jahren den Verein führen zu können und baue auf die Unterstützung des übrigen Vorstandes.
Ich wünsche allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern des Reitsportes ein erfolgreiches Jubiläumsjahr und ein paar unterhaltsame Stunden während unserer Veranstaltung am 13. bis 15. August 1999.
Helmut Kliehm
1. Vorsitzender
Erinnerungen an die Gründung des
Reit- und Fahrvereins Nieder-Florstadt und Umgebung
im Sommer 1949
Vorbemerkung
Diese Erinnerungen beanspruchen nicht, die totale historische Wahrheit zu sein.
Das Gründungsprotokoll ebenso wie Nachfolgeprotokolle sind nicht auffindbar und auch in den Archiven der damaligen Lokalpresse bin ich nicht fündig geworden.
So verlasse ich mich auf mein Gedächtnis und auf die vielen Gespräche mit den noch lebenden Zeitzeugen. Auch hervor-gekommene Fotos haben uns auf die Sprünge geholfen.
Ich bitte um Verständnis, wenn hier nicht jedes Ereignis, jede Person, entsprechend gewürdigt werden kann. Um dem gerecht zu werden, müßte man ein Buch schreiben.
Die Zeit vor der Gründung
Nachdem im Mai 1945 der totale Krieg sein Ende gefunden hatte, Deutschland in Schutt und Asche lag und in seinen Ballungsgebieten Not, Elend und Hunger eingekehrt waren, dachten wir alle, die wir noch Zeitzeugen sind, nun werden wir ein fürchterliches Leben vor uns haben.
Aber es wurde anders : die Ärmel wurden hochgekrempelt und man versuchte, sich so anständig wie nur möglich durchs Leben zu schlagen. Mit harter Arbeit wurde das Land wieder aufgebaut, Familien gegründet; kurz, das Leben kam wieder in Schwung. Dazu gehörte natürlich auch das gesellschaftliche Leben. Die Gründung von Vereinen, wie zum Beispiel die Sport-Union, der Arbeiter-Radfahrverein „Solidarität“ usw..
Da gab es eine Reihe von jungen Männern und Buben, die eine Freude daran hatten, auf Pferden zu reiten. Die meisten Bauernhöfe hatten zwei Pferde, eben Arbeitspferde – Zugpferde.
Bild 6-Spänner
v.links: Richard Koch, Erwin Scherer, Walter Treut, Ludiwg Scherer
Es gab keine Traktoren, ausgenommen auf dem Hof von Heinrich Alles den „Lanz-Bulldog“.
Und es gab Reitsättel, sogenannte Bocksättel vom Militär, die mit den Pferden, Wagen und noch weiterem Material in Nieder-Florstadt zurückgeblieben waren.
Für uns Buben war es eine große Freude, am Abend eines arbeitsreichen Tages die Pferde in die Nidda zu reiten, natürlich ohne Sattel. Dies diente der Reinigung der Pferde von Schweiß und Ackererde. Am schönsten war es, wenn die Nidda Hochwasser hatte: dann konnte die Pferde schwimmen.
Langsam formierten wir uns, um wirklichen Reitsport zu betreiben.
Richard Koch wurde der Reitlehrer, der die Grundbegriffe des Dressurreitens beibrachte. Natürlich waren wir Jungs mehr vom Jagdspringen begeistert, das war, wie man heute so sagt „action“.
Über einen dauerhaften Reitplatz zu verfügen, war unser größter Wunsch. Und um diesen zu erfüllen, stellte der damalige Bürgermeister Anton Lux eine Bedingung : die Gründung eines offiziellen Vereines.
Die Gründung des Vereins
Georg Bleher und Karl Wilhelm Wagner übernahmen die organisatorische Abwicklung.
Aber es waren viele Hindernisse zu nehmen. Es gab unzählige Vorschläge, reichlich Differenzen und Schwierigkeiten, wie überall dort, wo viele Menschen und Meinungen unter einen Hut gebracht werden wollen.
In großer Hochachtung erinnere ich mich an die oben genannten Männer „Schorsch und Karl“.
Sie haben mit Hilfe einiger Reiterkameraden erstmals zur Gründungsversammlung eingeladen. Es war ein herrlicher Sommerabend im Jahre 49´, ein Samstag. Tagungslokal war die Gaststätte „Zur Linde“ des damaligen Reitlehrers Richard Koch, heute vielleicht noch besser in Erinnerung als „Koche Polka“.
Man war sich einig, einen Reitverein zu gründen. Georg Bleher wurde zum Vorsitzenden gewählt, Karl Wilhelm Wagner zu seinem Stellvertreter. Kassierer wurde Willi Stremel. Ich wurde zum Schriftführer benannt, um das Gründungsprotokoll zu schreiben, das heute leider nicht mehr auffindbar ist.
Der Vereinsbeitrag wurde auf monatlich 1,00 DM festgelegt, im Vergleich zu den Verhältnissen eine nicht unerhebliche Belastung. Die Mitgliedschaft begann für die Gründungsmitglieder rückwirkend mit dem 1. Januar 1949. Somit bekam man ein wenig mehr Geld in die Kasse.
Nun konnte der von der Gemeinde zugesagte Reitplatz am Steinbruch in Eigenhilfe gestaltet werden. Die ersten Hindernisse wurden gebaut.
Bild Steinkaute
v.links: Alfred Wissmer, Georg Geis, Karl Heinz Koch, Helmut Meub
Eine kleine Episode hierzu: Bei der Beratung im Gemeinderat wurden Bedenken laut gegen die öffentliche Unterstützung des Reitvereines. Damit würde man den Militarismus fördern. Bürgermeister Lux begründete die Zusage sinngemäß : „Beim Bleher und Wagner gibt es keinen Militarismus. Das sind anständige Florstädter. Die Buben sollen ihren Sport haben, dann machen die auch keine Dummheiten.“
Und somit war die Angelegenheit geklärt.
Der Verein in der Anfangsphase
Nun konnte mit Inbesitznahme des Reitplatzes ein ordentlich geregelter Sport.- und Vereinsbetrieb beginnen. Dabei betätigten sich die Florstädter Handwerks- und Geschäftsbetriebe als gute Sponsoren. In besonderer Erinnerung sind Wilhelm Kautz – Wagen Kautz -, der ein Hindernis,
das Amsterdamer Tor mit seinem Firmenemblem auf den Fangständern, baute, der Schmied Walter Hackbarth, Karl Kliehm, der Weißbinder Heinrich Stelz und die Straßenbaufirma Lux.
Jeden Sonntag Nachmittag wurde die Reitstunde abgehalten. Zwischendurch ritten wir ins Gelände, um für spätere Fuchsjagden, also nicht nur für Turniere und Reitertage, gerüstet zu sein.
Bei örtlichen Festveranstaltungen beteiligten wir uns an den Festzügen. Obwohl mit viel Aufwand gestriegelt, geschniegelt, geflochten und geschmückt werden mußte, waren alle gerne dabei.
Gerne erinnere ich mich an unsere damalige Nachbarin Katharina Schmidt, die bei solchen Gelegenheiten hunderte von Rosenblüten aus ihrem Garten stiftete, um die Pferde herauszuputzen.
Bild Feuerwehrfest
Anfang der fünfziger Jahre wurden die ersten Reitertage am heutigen Bolzplatz veranstaltet. Diese waren immer ein großer Erfolg an Publikum – die Florstädter können ein Fest alleine halten – aber auch an reiterlichen Leistung. Mit Thomas Müller bekamen wir in dieser Zeit einen vorzüglichen Reitlehrer. Die Auswirkungen seiner guten Ausbildung, waren die vielen Siege in Dressur und Jagdspringen, die wir auf den Turnieren errangen. Die Turniere in Echzell und Stockheim, Roßdorf und Rendel, ja sogar in Darmstadt und Friedberg sind in lebhafter Erinnerung geblieben. Auf einem Pfingstturnier im Schloßpark Wiesbaden-Biebrich holte sich Erwin Scherer mit seiner Lotte Placierungen in Jagdspringen der Klassen L und M.
Auch das Fahren mit der Kutsche war eine ernste Sportangelegenheit. Nach Achenbach, so hieß schon damals die vorschriftsmäßige Leinenhaltung, waren mit Leidenschaft Wilfried Büger, Richard Koch, Karl Wagner und Alfred Wißmer dabei. Sie stellten auch schon einmal einen Viererzug und unvergessen sogar einen Achterzug zusammen.
Gerne präsentierte man die Kutschgespanne bei Festzügen und Hochzeiten.
Bild Hochzeitskutsche
Zu einem ordentlichen Reitverein gehört ebenfalls eine Standarte, so wie andere Vereine ihre Fahne haben. Dies war eine kostspielige Angelegenheit. Dennoch konnte im Sommer 1954 auf einem Reitertag die Standarte eingeweiht werden. Ehrbare Festdamen assistierten dem damaligen Kreisvorsitzenden Oswald bei dem feierlichen Akt.
Bild Fahnenweihe
Mit viel Spaß und Freude wurde an diesem regnerischen Tag den zahlreichen Zuschauern ein vielfältiges Programm geboten. Neben den Dressurprüfungen und Jagdspringen wurden selbsterfundene Schauaufgaben dargestellt. So ritten wir eine Quadrille in Zusammenarbeit mit dem Motorsportclub Florstadt: immer ein Pferd mit einem Motorrad zusammen. Freiübungen auf ungesattelten Pferden wurden abgelöst von Feuerreifenspringen, Schauspringen über mit Vollgas laufenden Motorrädern oder über Festzeltbänke, auf die sich junge Männer legten.
Zu jedem Reitertag und Turnier gab es am Sonntag einen Festzug durchs Dorf, an dem sich alle Vereine beteiligten. Die Straßen waren dann von den Anliegern festlich geschmückt.
Und wenn die anderen Vereine ein Fest abhielten, waren wir Reiter vorneweg am Umzug beteiligt.
Ich erinnere mich noch sehr gerne an den Tag, an dem die neuen Glocken der evangelischen Kirchengemeinde in einem Festzug durch das Dorf gefahren und anschließend geweiht wurden. Die Reiter waren präsent.
Bild Glockenweihe
vorne rechts: Willi Stremel ,Richard Koch, Karl Wagner, Ewald Bentrup
Das Vereinsleben in Nieder-Florstadt lag in voller Blüte. Ob Feuerwehr, Turner, Fußballer, Sänger, Karnevalisten, Radsportler, Handballer, Motorsportler, wir waren immer gemeinsam dabei. Die Gemeinschaft, die Solidarität die wir untereinander pflegten, ist eine schöne Erinnerung.
Und so hatte der damalige Bürgermeister Anton Lux recht :
Wer Sport treibt, macht keine Dummheiten.
Möge unserem Reitverein, wie allen anderen Vereinen, ein weiteres halbes Jahrhundert vergönnt sein.
Horst Neuwert
Bild H.Neuwert mit Standarte
Programm Reitertag
Die Vorsitzenden
Gründungsvorsitzender
Georg Bleher
1949 – 1956
Horst Lösch Rudolf Rettberg
Ernst Ludwig Gutermuth Franz Zauner
Rudolf Rettberg Helmut Kliehm
Der Vorstand 1999
Jutta Büger, Erich Büger, Klaus Hirsch, Dieter Ess,
Helmut Kliehm, Erwin Guth, Andrea Bentrup-Stilgenbauer
Chronik
des Reit- und Fahrvereines 1949 Nieder Florstadt
und Umgebung e.V.
1949
Gründung des Vereines mit folgendem Vorstand:
1. Vorsitzender Georg Bleher
2. Vorsitzender Karl Wagner
Geschäftsführer Willi Stremel
Schriftführer Horst Neuwert
Richard Koch wird zum ersten Reitlehrer.
Erste öffentliche Präsentation des Vereines bei dem Festzug anläßlich der Glockenweihe der evangelischen Kirche im September 1949.
Bild Festzug
1950
Dem Verein wird von der Gemeinde Nieder Florstadt ein Lagerplatz an der Steinkaute zur Nutzung als Reitplatz überlassen. Er wird von den Vereinsmitgliedern geebnet und mit Sand bereitbar gemacht. Mit Unterstützung von ortsansässigen Firmen werden erste Hindernisse gebaut. Reitstunden erteilt jetzt Thomas Müller.
1954
Die Weihe der Vereinsstandarte findet im Rahmen eines großen Reiterfestes auf dem Gelände des heutigen Bolzplatzes statt. Mit großem Festzelt und umfangreichem Schauprogramm wird das Fest ein voller Erfolg.
Bild Fahnenweihe
1955
Die Mannschaft aus Florstadt erreicht beim Reitertag in Rossdorf bei Hanau den 3. Platz.
1956
Die Gemeinde spricht die Blechhalle in der Steinkaute zur Nutzung zu und der Außenplatz wird erneut mit Sand aufgefüllt.
Beim Mannschaftsrelaisspringen in Eichen können die Reiter den Siegerpokal nach Florstadt holen.
1957
Georg Bleher, seit 8 Jahren im 1. Vorsitzender, stellt sein Amt zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wird Horst Lösch gewählt.
In Nieder Florstadt wir der Kreisreitertag abgehalten.
Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz : Kappenaben bei Karl Heinz Thomas in Ossenheim.
1958
Horst Lösch legt den Vorsitz nieder. Rudolf Rettberg übernimmt die Nachfolge für die nächsten vier Amtsperioden. Man faßt den Beschluß, im 3 Jahresturnus die Vorstandswahlen durchzuführen.
1959
Auf Bemühen von Rudolf Rettberg wird der Eintrag ins Vereinsregister in Angriff genommen.
Ein großes Jubliäumsturnier mit Festwirt ist in Planung.
1960
Auch auf Kreisebene wird der Verein vertreten: Vorstandsitzung des Kreisreiterbundes Wetterau in der Turnhalle Fauerbach
1961
Der Mitgliedsbeitrag beträgt nun 1,-- DM/Monat.
1962
Im März wird gemeinschaftlich das Frankfurter Festhallenturnier besucht.
Die Aktiven werden gefördert, so z.B. Karl Heinz Thomas auf einem Reitkurs in Mittelgründau. Ein Reitertag findet im Juli statt.
1963
Der Kassenbestand beträgt nun stolze 218,39 DM.
Fast schon traditionell wird der Reitertag veranstaltet.
1964
Am 15. November findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Von den 50 Mitgliedern sind 38 erschienen. Diese verabschieden einstimmig eine neue Satzung und beauftragen den Vorstand den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen.
Die stete Weiterentwicklung wirft die Frage nach einem festen Vereinsgelände auf. Die bisher genutzten Reitplätze sind offene Koppeln. Im Rahmen der Gemeindeplanung ergibt es sich, daß das bis heute genutzte Gelände hinter dem des Zweckverbandes in Erbpacht zur Verfügung gestellt wird. Die Reitanlage soll Teil des geplanten Sport- und Freizeitzentrums werden.
Die angrenzenden Wiesen werden von den Vereinsmitgliedern Guth, Kliehm und Roos gepachtet und stehen somit ebenfalls zur Verfügung.
Zur Stärkung der Jugendarbeit wird über den Jahreswechsel ein mehrwöchiger Lehrgang auf dem Hofgut Hauler, Dauernheim von Herrn Rapp durchgeführt. Dieser Kurs wird für die kommenden vier Jahre zur festen Einrichtung.
Weitere sportliche Ereignisse stellen die Fuchsjagd, sowie die Teilnahme an insgesamt 5 Turnieren und 4 Reitertagen dar.
1965
Der für dieses Jahr auf dem neuen Gelände vorgesehene Reitertag fällt buchstäblich ins Wasser. Da das Gelände noch nicht entsprechend erschlossen werden konnte, muß er wegen Überschwemmung mehrmals verschoben werden, findet aber im September dann doch noch statt.
Der Transportwagen für 7 Pferde wird angeschafft und ermöglicht nun verstärkt die Teilnahme an auswärtigen Turnieren. Veranstaltungen in Bergen-Enkheim, Bad Homburg, Grünberg, Schotten, Bad Nauheim, Oberursel und Landenhausen werden besucht. Besondere Erfolge können Dieter Ess und Peter Roos verzeichnen.
Florstadt ist wiedereinmal in einem Festzug vertreten. Nach der Turnierteilnahme in Bergen-Enkheim ist man in Eichen präsent. Als Dank stiftet der veranstaltenden Feuerwehrverein ein Hindernis.
Mit einem Reiterball und Familienabend rundet man das Vereinsjahr harmonisch ab.
Bild Aufstellung bei Adam
von links: Heinz Roos, Hans, Dethloff, Wichard Klomfass, Walter Scherer, Helmut Kliehm, Erwin Guth, Helmut Wagner, Wilfried Koch, Heinz Goll, Dieter Ess
1966
Im Oktober fällt die Entscheidung für den Bau einer Reithalle.
Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird dem Antrag einstimmig stattgegeben.
Über die nächste Zeit werden zweckgebunden Spenden gesammelt und über den Verkauf von Bausteinen eine Teilfinanzierung erreicht.
Das Startkapital haben sich jedoch die Reiter selbst verdient: die Teilnahme an dem Festumzug anläßlich des Hessentages in Friedberg wird mit einer für die damalige Zeit ordentlichen Summe entlohnt.
1967
Am 24.8.67 ist es dann soweit: bei einer weiteren außerordentlichen Mitgliederversammlung wird einstimmig der Bau der Reithalle und entsprechender Nebengebäude beschlossen und der Finanzierungsplan des Vorstandes genehmigt.
Durch eine Fachfirma ist die Stahlkonstruktion innerhalb eines Monates erstellt. Am 30. November wird Richtfest gefeiert.
Trotz allen Baumaßnahmen geht auch der sportliche Alltag weiter. Die Teilnahme an Turnieren wird zur Selbstverständlichkeit. Zum Jahresabschluß findet ein Sternritt nach Blofeld mit anschließender Fuchsjagd statt.
Der Mitgliedsbeitrag wird angepaßt:
Jugendliche zahlen 1,-- DM/Monat, Erwachsene 1,60 DM/Monat.
1968
Das Interesse an den Reitstunden nimmt zu. Mittlerweile werden Sonntagmorgen und Mittwochabend jeweils zwei Reitstunden für Anfänger und Fortgeschrittene von Reitlehrer Thomas Müller abgehalten.
Der Ausbau der Reithalle wird in Eigenleistung vorangetrieben. An den Arbeiten an Bande, Pferdestall und Aufenthaltsraum beteiligen sich zahlreiche Vereinsmitglieder, freiwillige Helfer, hiesige Handwerksmeister - Ludwig Alt, Peter Deis und Walter Hackbart – sowie ortsansässige Firmen.
Die Finanzierung der Materialien ist durch private und öffentliche Unterstützung gesichert. Die Gemeinden Nieder Florstadt und Gettenau stifteten einen Teil des benötigten Holzes, Bundes- und Landeszuschüsse über den Landkreis Friedberg ermöglichen die Bauarbeiten. So kann durch tatkräftige Unterstützung der Gebäudekomplex innerhalb eines Jahres vorläufig abgeschlossen werden. Der Innenausbau geht weiter.
1969
Der Ausbau der Sanitären Anlagen ist fertiggestellt.
Die Reithalle wird im Frühjahr erstmalig durch den jährlichen Jugend-Lehrgang genutzt.
In Arbeit ist nun der Stall, der auch während der Zeit von Lehrgängen für die Pferde der Vereinsmitglieder zur Verfügung steht.
1970
Nach zwölf Amtsjahren als erster Vorsitzender und fünfzehn Jahren als Schriftführer geben Rudolf Rettberg und Heinrich Stelz ihre Ämter an Ernst Ludwig Gutermuth und Dieter Strasdas ab.
In Planung wird nun der Tribünenbau genommen.
Trotz Bauarbeiten findet im März der Reitertag statt.
1971
Dem Verein steht nun eine Fläche von 12.000 m2 zur Verfügung.
Am 27. Juni wird der Reitertag ausgerichtet.
Beim Ringturnier belegt der Verein den 3. Platz, Dieter Ess ist bester Einzelreiter.
1972
Der Tribünenbau, der maßgeblich von Erwin Guth und Helmut Kliehm durchgeführt wurde, kommt nach nur 5 Wochen zum Abschluß. Die Eisenträger der Halle werden erstmals gestrichen, die Einzäunung vorbereitet.
Zuschüsse der Gemeinde ermöglichen ebenfalls den Ausbau des Zufahrtweges und des Parkplatzes
Neben dem sommerlichen Höhepunkt, dem Freilandturnier, wird jetzt im Frühjahr ein Hallenreitturnier angeboten. 50 gemeldete Pferde gehen im März an den Start. Der Vorbereitung dient ein Lehrgang im Februar/März, die teilnehmenden Pferde können nun für diese Zeit im Stall untergebracht werden.
Die Florstädter Reiter nehmen erfolgreich am Ringturnier teil und belegen den 1. Platz. in Nieder Wöllstadt.
Ulrike Guth und Dieter Ess zählen zu den erfolgreichsten Reitern des Vereines.
1973
Das Sommerturnier fällt aus.
Dieter Ess wird Mitglied im Hessischen D-Kader Vielseitigkeit der Junioren.
1974
Am 9. Juni wird die Reithalle im festlichen Rahmen zum 25-jährigen Vereinsjubiläum offiziell eingeweiht, die Gründungsmitglieder werden geehrt. Die Jungreiter führen eine Dressur- und Springquadrille vor. Höhepunkt bildet ein Pas de deux von Gudrun Strasdas und Dieter Ess.
Zu den sportlichen Aktivitäten zählen wiederum das Hallenturnier, das Freilandturnier und die Durchführung eines Lehrganges mit Abnahme des Reitabzeichens.
Bild Pas de deux
1975
Der Ausbau der Reitanlage geht weiter. Das Gelände wird eingezäunt, der Graben verrohrt.
Das Freilandturnier geht als „Regenturnier“ in die Vereinsgeschichte ein.
1976
Zur Pflege der Geselligkeit findet im Februar ein Faschingsball im Bürgerhaus Assenheim statt.
Das geplante Freilandturnier wird kurzfristig abgesagt.
Im Herbst wird eine große Fuchsjagd veranstaltet.
Bild Fuchsjagd
Karl-Heinz Thomas, Dieter Hensel (U), Helmut Kliehm, Adam Börstler,, u.a.
1977
Im Rahmen des großen Sommerturniers im September werden auch die Kreismeistertitel in Florstadt vergeben. Es sind über 400 Pferde am Start, etwa doppelt so viele wie in den Vorjahren.
Herr Thomas Müller wird für seine langjährige Tätigkeit als Reitlehrer geehrt.
Der Ausbau des Springplatzes wird in Angriff genommen, es entstehen zahlreiche Naturhindernisse wie Großer Wassergraben, Billard und Trakener-Graben.
1978
Zahlreiche sportliche Veranstaltungen stehen für dieses Jahr auf dem Plan; unter anderem :
Reitlehrgang mit Abnahme des Reiterabzeichens im März
Hallenreitturnier im April
Fuchsjagd im Oktober
Weihnachtsreiten im Dezember
1979
Die Arbeiten auf der Anlage nehmen kein Ende. Die Beregnungsanlage in der Reithalle wird in Angriff genommen.
Florstadt stellt die Kreismeisterin im Springen in der Altersklasse der Junioren mit Christine Sommer und zum dritten Mal in Folge der Kreismeister Springen Senioren mit Dieter Ess ??
1980
Ein Umbruch in der Vereinsführung zeichnet sich ab. Karl Wagner sen. stellt sein Amt des zweiten Vorsitzenden nach 30 Jahren aus Altersgründen zur Verfügung. Er bleibt Beisitzer und wird zum Ehrenmitglied ernannt. Helmut Kliehm wird als Nachfolger gewählt. Karl Hirsch übernimmt das Amt des verstorbenen Geschäftsführers Otto Eiff, der 25 Jahre lang die Aufgaben des Schatzmeisters beanstandungslos und gewissenhaft wahrgenommen hat.
Das Sommernachtsfest im August wird ein voller Erfolg.
1981
Neben dem im April durchgeführten Hallenturnier werden erstmals für das Freilandturnier Prüfungen bis zur Kategorie A ausgeschrieben. Mit über 600 Pferden steht diese für Florstadt bisher größte Reitveranstaltung an 9. Stelle der Rangliste Hessischer Turniere. Auch für 1982 werden die Vorbereitungen eines Turnieres der Kategorie A auf Anregung der Turnierreiter aufgenommen.
Die Reithalle bekommt einen neuen Bodenbelag nach aktuellen Erkenntnissen: ein Leder – Sand – Gemisch. Die Bauplanungen gehen weiter: der Stallbau steht an.
1982
Erstmals wird im Rahmen der Kreismeisterschaft eine kombinierte Mannschaftswertung ausgetragen. Die Florstädter Mannschaft kann in Wölfersheim den Sieg in dieser Disziplin erringen.
Die Arbeiten um die Reitplätze sind in vollem Gange. Der Spring- und der Dressurplatz wird mit Sand aufgefüllt, letzterer wird zusätzlich mit Drainagen ausgestattet. Der Bau des neuen Richterturmes ist zunächst gestoppt.
1983
Die Vorbereitungen für das Hallenturnier und das Freilandturnier der Kategorie A sind in vollem Gange.
Trotz schlechten Wetterbedingungen wird das Hallenturnier bedingt durch den Einsatz vieler Helfer und der Beharrlichkeit der Reiter ein voller Erfolg. Etliche Preise bleiben bei den heimischen Reitern.
1984
In diesem Jahr findet nur ein Freilandturnier statt, das für die Florstädter Reiter zu den bisher erfolgreichsten Veranstaltungen zählt. In 10 von 12 Prüfungen werden vier Siege und 17 Placierungen errungen.
Die Mannschaft erzielt in Karben den zweiten Platz der Kreismeisterschaft. Harald Kaufmann holt überlegen dem Meistertitel der Junioren-Springreiter.
Die Saison rundet mit regem Zuspruch eine Drei-Tage-Fahrt nach Wien mit dem Besuch der Hofreitschule ab.
1985
Mit Unterstützung des Fußballvereins lädt der Reitverein zum Wintervergnügen in das Bürgerhaus ein.
In Vorbereitung sind wiederum ein Hallen- und Freilandturnier.
Die Florstädter Mannschaft kann zum zweiten Mal den Sieg in der kombinierten Wertung anläßlich der Kreismeisterschaft in Friedberg-Fauerbach nach Hause bringen. Vize-Kreismeister werden Nicole Kliehm in Springen und Ulrike Merz in der Dressur jeweils der Altersklasse Junioren.
Rudolf Rettberg wird zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Reithalle wird Veranstaltungsort der Ziegenausstellung.
Bild Kreismeisterschaft – klein
Von links: ulrike Guth, Thorsten Lang, Brigitte Fischer, Ulrike Merz,
Helmut Kliehm, Dieter ess, Nicole Kliehm, Leonie Alt
1986
Im Rahmen der Kreismeisterschaft in Butzbach gelingt den Florstädtern ein weiterer Erfolg: Sieg in der Mannschafts-Vielseitigkeitsprüfung mit Andrea Bentrup, Dieter Ess und Helmut Kliehm.
Die Ausstellung der Ziegenzüchter wird einmal im Jahr zur festen Einrichtung auf dem Reitgelände.
1987
Der Pferdestall wird ausgebaut : wo vorher 11 Pferde in Ständern einquartiert waren, finden jetzt 16 Pferde in geräumigen Boxen Platz.
Auch in diesem Jahr steht ein Hallen- und Freilandturnier auf dem Programm.
Wieder können Kreismeister gestellt werden: Vize-Kreismeister in der Dressur wird Ulrike Merz, den dritten Platz in der Disziplin Springen erreicht Nicole Kliehm.
Die diesjährige Weihnachtsfeier wird zum Kinderfest umgestaltet.
Bild Weihnachtsreiten
1988
Die Mannschaft gewinnt die Vielseitigkeitsprüfung der Kreismeisterschaft in Butzbach mit Dieter Ess, Helmut Kliehm, Nicole Kliehm und Oskar Reimer (U).
1989
Der neue Stall ist bezugsfertig. Ab 1.4. können die Pferde eingestellt werden.
Im Rahmen des Freilandturnieres wird die Kreismeisterschaft ausgetragen. Nicole Kliehm kann die Konkurrenz auf die Plätze verweisen und wird Kreismeister der Junioren im Springen, auf dem dritten Platz folgt ihr Thorsten Hartmann.
Karl Wagner sen. und Rudolf Rettberg wird die silberne Ehrennadel des Hessischen Reit- und Fahrverbandes verliehen. Karl Wagner sen. wird zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.
Bild Nicole Kliehm auf Silvster
1990
Ein ruhiges Jahr nimmt seinen Lauf. Sportliche Höhepunkte bilden wie gehabt das Hallen- und das Freilandturnier.
Die Mannschaft wird Dritter in der Kreismeisterschaft, den erstmals ausgetragenen Junior-Cup gewinnt Silke Börstler.
1991
Der Kreisreiterbund ruft den Jugend-Winterreiterwettbewerb ins Leben, an dem auch der Florstädter Nachwuchs teilnimmt. Eine der 3 Tagesveranstaltungen findet seitdem in Florstadt statt.
1992
In Vorbereitung ist nur ein Freilandturnier, das letztendlich mit 650 Pferden, 1730 Nennungen in 26 Prüfungen eine starke Konkurrenz aufweist.
Eine weitere Wiese wird gepachtet.
1993
Die Kreismeisterschaft in Springen und Dressur wird im Rahmen des Freilandturnieres ausgetragen. 580 Pferde gehen in 31 Prüfungen an den Start. Den Zuschauern wird spannender und fairer Sport geboten.
1994
Die Begrünung der Außenanlage, Auflage im Rahmen des Stallneubaues, wird durchgeführt. Der Abreiteplatz wird bis zum Freilandturnier aufgearbeitet.
Nachdem die Mannschaft Florstadt im Vorjahr auf Platz 4 verwiesen wurde, gelingt nun in Münzenberg der Aufstieg zur Bronzemedaille des Kreisreiterbundes Wetterau.
Bild Parcoursdienst
1995
Ein Hallenumbau steht zur Diskussion, wird allerdings bis auf weiteres zurückgestellt.
Neue Trainingshindernisse werden angeschafft. Der Stall wird um eine Box erweitert.
Eine Ponygruppe wird ins Leben gerufen, die Florstädter Kindern den Kontakt zum Pferd ermöglicht. Innerhalb kürzester Zeit ist die Nachfrage dermaßen gestiegen, daß zunächst eine Organisation, dann eine Warteliste notwendig wird.
1996
Im Juni leistet der Reitverein seinen Beitrag zu der Breitensportveranstaltung „Pferde-Sport-Show“ in Nieder-Wöllstadt mit der Unterstützung durch freiwillige Helfer. Eine Ponygruppe wird das Vormitagsprogramm mitgestalten.
Im August findet das traditionelle Freilandturnier statt.
1997
Aus der Ponygruppe entwickelt sich über die Zeit eine Longier- und Voltigiergruppe. Die Teilnahme muß ebenfalls über eine Warteliste geregelt werden.
In Zusammenarbeit des Kreisreiterbundes mit dem Gewerbeverein Bad Nauheim zieht am 6. Dezember ein großer Kutschenkorso durch die Badestadt. Die angeschlossenen Vereine organisieren die Versorgung der Gäste und packen die Geschenke für die Kinder.
In der Vorwoche wird die Reiterstube zum Packraum umfunktioniert und rund 1500 Säckchen für den Nikolaus vorbereitet.
Am Nikolaustag bestückt der Reitverein am Nauheimer Markplatz einen Stand mit Tee, Zubehör und frisch gebackenen Waffeln.
Fast 1.000,-- DM können auf diesen Weg eingenommen und am Abend den Organisatoren für Aktion Sorgenkind übergeben werden.
Wechselndes Interesse am Reitunterricht zwingt immer wieder zu neuen Maßnahmen. Dressurlehrgänge werden angeboten, Springstunden fallen aus. Die Reiter der Mannschaft können den dritten Platz in der Meisterschaftswertung nach Hause holen.
Der Antrag auf die Zuteilung der Kreismeisterschaft für das Jubiläumsjahr 1999 ist gestellt, die Zusage ist in Aussicht.
Bild Kreismeisterschaft Friedberg
1998
Der Winter-Jungendwettbewerb des Kreisreiterbundes ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil in der Vereinstätigkeit geworden. Immerwieder rücken Jugendliche nach, die hierbei erste Turniererfahrungen sammeln können.
Die Mitwirkung am Festzug der Sport-Union ist selbstverständlich. Pferde und Ponys werden wir eh und je herausgeputzt.
Bild Umzug
Familie Stilgenbauer, dahinter Pfarrerin Seeegers und Pfarrer Sahm
Wieder sind Baumaßnahmen in Angriff genommen. Die Wand zur Reithalle, die Außenwand und die Decke der Reiterstube werden neu aufgebaut, Fenstern und Türen erneuert und eine Heizung ist in Planung.
Die Arbeiten sind in Eigenleistung bis zur Sommerveranstaltung abgeschlossen.
Das weit über die Grenzen bekannte Turnier erfreut sich wachsendem Zuspruch. Mit über 880 gemeldeten Pferden müssen Prüfungen bereits am Donnerstag durchgeführt werden. Ehrenamtliche Helfer werden während des nennungsmäßig größten Turnieres auf eine harte Probe gestellt.
Im Spätherbst wird der Dressurplatz, wieder in Eigenhilfe, neu hergerichtet. Bei Regen, Schnee und eisiger Kälte finden sich Helfer, die neuartige Gummimatten in ein Schotterbett einbringen.
Ohne Verschnaufpause schließen sich die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr an.
Florstädter Reiter können sich etablieren:
Nadine Sang und Richard Kliem werden in den Hessischen Ponykader aufgenommen.
Erfolgreich zeigt sich die Mannschaft während der Kreismeisterschaft in Nieder Wöllstadt. Nach dem Sieg in der Teilprüfung Dressur wird sie mit dem Ergebnis aus der Springprüfung auf einen zufriedenstellenden zweiten Platz verwiesen.
Bild Vize-Mannschaft
1999
Die organisatorischen Maßnahmen im Hinblick auf die Jubiläumsveranstaltung sind in vollem Gange. Der Verlauf nimmt deutliche Formen an: Freilandturnier mit integrierter Kreismeisterschaft in Springen, Dressur und erstmals in Florstadt im Fahren. Bewußt verzichtet man auf einen Kommersabend, plant statt dessen einen Bunten Abend im Festzelt während des Turnierwochenendes, der Florstädter Vereinen die Möglichkeit bietet, sich darzustellen und das Festprogramm zu gestalten.
Ein Aufruf geht an Mitglieder, Freunde, Sponsoren:
Wir feiern – feiern Sie mit uns !
Der Reit- und Fahrverein 1999
Der Verein ist seit der Gründung im Jahr 1949 von 43 Mitgliedern auf mehr als 260 Mitglieder im Jubiläumsjahr gewachsen. Davon betreiben rund 65 den Pferdesport aktiv in unterschiedlichster Form.
Schwerpunkt bildet nach wie vor die Ausbildung des Nachwuchses, sei es der Reiter oder der Pferde.
Gerade in den letzten 5 Jahren hat sich eine Basisarbeit entwickelt, die Kindern ab einem Alter von ca. 5 Jahren den Kontakt zum Pferd ermöglicht. Allerdings ist zum Erfolg, wie in jeder anderen Sportart, auch Eigeninitiative gefragt. Da aufgrund der Vereinsstruktur, alle Posten sind ehrenamtlich besetzt, keine Schulpferde vorhanden sind, müssen bei bleibendem Interesse der jugendlichen Reiter die Eltern auf die Suche nach einem geeigneten Pferd gehen. Hier bieten sich zwei Alternativen: die Anschaffung eines eigenen Pferdes oder die Reitbeteiligung an einem Pferd aus Privatbesitz.
Im Angebot stehen übers Jahr verteilte Spring- und Dressurlehrgänge bei namhaften Trainern, sowie wöchentlich veranstaltete Reitstunden bei zum Teil einheimischen bzw. heimisch gewordenen Reitwarten.
Für die Vorstandsarbeit ist darüber hinaus die Pflege und Modernisierung der Anlage ein wichtiger Bestandteil. Die Beschaffenheit und die Eignung der Plätze wird alljährlich während der mittlerweile traditionell gewordenen Hallen- und Freilandturniere auf die Probe gestellt.
Kritiken nimmt man zum Anlaß, Verbesserungen durchzuführen.
Der Reit- und Fahrverein wird in zahlreichen regionalen und überregionalen Veranstaltungen, seien es Sitzungen, Seminare oder Turniere, repräsentiert. Aber auch der Kontakt zu den übrigen Florstädter Vereinen und der Nachbarvereinen wird gepflegt. So findet beispielsweise schon über einige Jahre die Ziegenausstellung in der Reithalle statt, oder man organisiert ein Helferaustausch für die verschiedensten Aktivitäten.